emerse Blätter oder Mangelerscheinung?

TT-Fuchs

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Hallo Flowgrower,

ich habe im Rahmen der Einrichtung meines neuen Beckens viele Pflanzen hier im Forum erstanden, u.a. auch einige unbenannte Zugaben. Bei dieser hier - leider weiß ich nicht, wie sie heisst - sehen die bei mir im Becken neugewachsenen Blätter komplett anders aus, als die unteren. Als ich sie eingesetzt habe, war aber an der Triebspitze nichts dergleichen zu beobachten.

Kann dies auf eine Mangelerscheinung zurückgeführt werden (wobei ich ja eigentlich gut dünge), oder sind dies wirklich emerse Blätter? Auffallend ist auch, dass die unteren Blätter einen 10er-Quirl bilden, während die neuen paarig stehen.
 

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Hallo Holger,

hm, ich würde am ehesten auf Ludwigia inclinata var. verticillata ("Cuba"?) tippen. Die habe ich bisher nur emers gehalten, da bildet sie sogar wechselständige Blätter (1 Blatt pro Knoten). Vermutung: Vielleicht erreichte die Triebspitze vor dem Neustecken die Oberfläche und fing da schon an, auf emerse Blattgarnitur "umzuschalten", die jetzt austreibt?

Gruß
Heiko
 
Hallo Heiko,

danke für Deine Antwort. Ja, das könnte die Pflanze sein. Die war auch bei den angebotenen Pflanzen. Was muss ich jetzt machen? Sollte ich die Treibspitze anschneiden und auf Seitentriebe hoffen? Oder sind die jetzt auch emers?
Ich kann an jedem Knoten einen neuen Trieb entdecken. Allerdings die meisten in dem Bereich, der emers aussieht.
 
Hallo Holger,

wie gesagt habe ich die L. i. var. v. noch nicht submers gehalten. Aber ich denke, Spitze kappen und neu stecken schadet nichts (EDIT: die Seitentriebe im "Emers"bereich würden nach Entspitzen viell. wieder in der Submersform weiterwachsen), doch wenn der Trieb zur Oberfläche noch ein gutes Stück zu wachsen hat, bildet er "unterwegs" evtl. auch so wieder die submerse Form. Würde ich einfach mal beobachten.

Gruß
Heiko
 
p.s.
Kann dies auf eine Mangelerscheinung zurückgeführt werden (wobei ich ja eigentlich gut dünge),
Nein, ich glaube eher, im Gegenteil!

Gruß
Heiko
 
Hallo zusammen,

ich denke auch, dass der Trieb (vorher schon) mal zu nahe an der Oberfläche war. In diesem Fall würde ich die dekupitieren (köpfen ;) )und die Triebspitze verwerfen. - z.B. in einem Topf auf der Fensterbank. :D
Warum manche, manchmal die gleiche Pflanzen mal früher mal später die emerse Wuchsform ausbilden ist mir ein Mysterium über welches ich immer wieder nachdenke. Klassiker ist ja die Eichhornia azurea. wenn die emerse Löffelblätter ausbildet, bekommt man den Trieb nicht mehr zur vorherhigen gefiederten Form. CO2 könnte in seiner ahtmospärisch besseren Verfügbarkeit eine Rolle spielen. Ich tendiere eher zu Licht als einem möglichen Auslöser. Evtl. Könnte auch die gute Nährstoffversorgung begünstigen, dass die Pflanze die unterwasseroptimierte, feinfiederige Blattform sein lässt. :roll:

Gruß, Nik
 
Hallo Nik,
Ich tendiere eher zu Licht als einem möglichen Auslöser.
Mglw. auch bei manchen Stängelpflanzen Photoperiodismus? Zumindest von Echis aus der E. grisebachii-Gruppe (parviflorus, bleherae, ...) ist es bekannt, dass sie bei Kurztag oder besser gesagt "Langnacht" submers länger gestielte Blätter mit kürzeren Spreiten bilden, wenn auch nicht aus dem Wasser rauswachsen. In den Randtropen fällt die Trockenzeit mit Niedrigwasser meistens in den "Winter" (Kurztag, wenn dort auch nicht so extrem wie in unseren Breiten).

Gruß
Heiko
 
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